THOW 213: Deine Größe
1 Welche Eltern lassen sich vom Kinde tadeln? 2 Welch Kapitän von der Mannschaft den Kurs kritisieren? 3 Welcher König vom Volke beschimpfen? 4 Welch ein Gott lässt sich vom Mensch beklagen? 5 Du, Herr, du hörst meine Klage an. 6 Ich komm vor dir, fordernd, flehend, uneinsichtig, deine Pläne zu begreifen.
7 Wie könnte ich, würde ich dich wirklich verstehen. 8 Würde ich dein Wesen wirklich ergriffen haben. 9 Würde ich nur im Herzen glauben, dass du durch und durch nur Liebe bist und nichts, was du tust, eitler Ehre Wille ist? 10 Wie ein Arzt, der bittere Medizin verschreibt. 11 Wie ein Führer, der den Ausweg durch das dunkle Tal benennt. 12 Wie ein Vater, der sein Kind den Griff ins Glas verweigert, weil ihm der Inhalt nicht gut täte. 13 Wie unverständig sind wir, den Gott, der reine Liebe ist und alle Wege kennt, eines Besseren zu belehren. 14 Wie undankbar, die Weisung deiner Hand zu verwehren. 15 Wie sehr fehlt uns doch Glaubensreife, wenn wir meinen, es besser zu wissen als der Herr der Herren, der war und ist und immer sein wird.
16 Nein, Herr, ich will nicht aufhören zu klagen, denn du kennst ja unser Herz und du weißt um unsere Sorgen. 17 Und deshalb neigst du auch dein Ohr und erträgst unseren Kleinglauben. 18 Weil du die Liebe bist. 19 Der lieber zuhört, als nicht mit mir zu sein. 20 Der lieber selbst die Schuld der Kinder trägt, als immer von ihnen getrennt zu sein. 21 Ja, du hast von Anfang an gewusst, dass deine Kinder fehlen werden. 22 Und dass nur du selbst wirst dies nur richten können. 23 Und warst dazu bereit. 24 Denn deine Liebe war schon immer größer. Deine Liebe zu uns Menschen. Deine Liebe zu mir. 25 Sela.
Hiob 38,2–3 / Jesaja 55,8–9 / Psalm 103,13–14 / Lukas 15,20 / Johannes 3,16 / Römer 5,8 / Römer 8,26 / Hebräer 4,15
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