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THOW 371 · Zeig mir
1 Zeig mir deinen Beutel, und ich lese deine Seele. 2 Zeig mir deinen Besitz, und ich erkenne dein Herz. 3 Wo Schönheit ist, ist Stolz nicht fern. 4 Wo Reichtum ist, klammert sich Hoffnung. 5 Wo Macht ist, zeigt sich wahre Gesinnung. 6 Schließ die Augen, stell dir vor: Keine Tat hat eine Folge. 7 Keiner Verfehlung folgt eine…
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THOW 369 · Licht dieser Welt
1 Blicke ich nach rechts, verfehle ich den Weg. 2 Blicke ich nach links, verliere ich mich. 3 Blicke ich nach vorn, kann ich nicht sehen. 4 Darum setze ich all mein Vertrauen auf den Blick auf dich. 5 Du bist mir Licht. 6 Du bist meine Leuchte. 7 Nichts muss ich mehr, als auf das Licht zu schauen. 8…
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THOW 335: Diener
1 Diener sind wir, keine Herren. 2 Und der Herr, dem wir dienen, ist der Diener aller. 3 Darum ist uns der anvertraute Dienst ein Privileg – ein Privileg, allen zu dienen. 4 Und unser größtes Lob kann nur sein, der niedrigste unter allen zu sein. 5 Denn der, der uns voranging, kam vom Himmel herab und legte jede Königswürde…
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THOW 324: Unter seiner Hand
1 Mein einfaches Gebet: dass ich höre und tue, was des Vaters Wille ist. 2 Nicht wie die Welt will ich sein, die nach ihrem eigenen Sinn strebt. 3 Noch meinem eitlen Ich genügen. 4 Unter seine mächtige Hand will ich mich stellen. 5 Denn Gottes Plan ist größer, als ich sehen kann. 6 Sein Rat geht weit über meinen…
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THOW 311: Moment
1 Nur einen Augenblick inne halten. 2 Warten als Moment begreifen. 3 Leere wird zum Raum. 4 Stille zu Ruhe. 5 Sich sammeln. 6 Sich ausrichten. 7 Ausatmen. 8 Einatmen. 9 Loslassen. 10 Hören. 11 Aufgerichtet werden.12 Ich finde den Herrn, auch wenn ich ihn nicht suche. 13 In der Stille kommt er zu mir. 14 Er findet mich. 15…
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THOW 309: Ruf zum Fasten
1 Sehnsucht nach Durchbruch. 2 Sehnsucht nach Stabilität. 3 Sehnsucht nach Heilung. 4 Wir weinen und klagen, sind nah am Verzagen. 5 Wünschen uns so sehr: Wann greifst du ein, o Herr?! 6 Wir lesen, aber wollen nicht verstehen. 7 Wir wissen, aber wollen uns nicht erinnern. 8 Wir hören, aber verschließen unsere Ohren vor dem, was der Geist der…
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THOW 294: Wieder Mensch
1 Mensch sein, mit all seinen Freuden. 2 Einfach nur sich den guten Dingen hingeben: ein guter Kaffee, ein feines Frühstück, das Lächeln der Liebsten. 3 Sich dem täglichen Leben stellen und sich treiben lassen ohne Sorgen – das ist ein kostbares Gut, und dem ein Schatz, der dies entbehren musste. 4 Doch kaum erfahren, kommen tausend Dinge dem entgegen:…
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THOW 293: Offene Hände
1 Ich kann nicht halb glauben. 2 Ich kann nicht halb hoffen. 3 Ich kann nicht halbherzig vertrauen. 4 Darum zerreißt es mich, wenn ich dich geschmeckt habe – doch die Speise nicht esse. 5 Hoffen heißt, in einer ungewissen Zukunft ein gutes Ende zu erwarten. 6 Angst bedeutet, in derselben ungewissen Zukunft ein schlechtes Ende zu fürchten. 7 Ich…
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THOW 287: Weiße Wand
1 Vertrauter Freund, weiße Wand. 2 Nichts, was mein Auge ablenkt, nichts, was meinen Verstand beschäftigt. 3 Nur Leere – und darin Weite. 4 Und in der Weite Dich, Herr. 5 Und in dir komme ich zur Ruhe. 6 Weil nichts zählt außer mein Vertrauen auf dich. 7 In weißer Wand fand ich dich in größter Not. 8 Jetzt finde…
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THOW 256: Was zu tun ist
1 Als ich darnieder lag, gab es nur eines zu tun: zum Herrn zu beten und wieder aufzustehen. 2 Doch wie ein Schatten begleitet es mich, nur Gott weiß, was geschieht. 3 Macht man sich dann auf die Reise, lenkt das unseren Blick, denn alles Neue fordert unsere Sinne. 4 Doch kehrt der Alltag zurück, melden sich tausend Stimmen wieder.…




























