Anbetung,  Offenbarung,  Wort

THOW 242: Tanz am Strand

1 Augen sehen, aber fühlen nicht. 2 Der Stift schreibt Wahrheit, doch entfaltet sie sich nicht. 3 Gedanken prallen am Schädel zurück. 4 Wie schmeckt neues Essen ohne neue Sinne? 5 Was ist Berührung ohne Körper? 6 Sind sie da, oder doch nur ein Wunsch. 7 Ich sehe sie, zum Greifen nah. 8 Und umso quälender, sie nicht zu spüren – bliebe ich hier stehen.

9 Ein Wort vor mir strahlt, heller als die anderen. 10 Bewegt sich, ruft hinaus. 11 Höre es, sehe es, lege alle weg – folge. 12 Den Weg hinauf. 13 Die Straße weiter. 14 Immer weiter, immer weiter, bis das Meer die Straße endet. 15 „Dort sieh“, sagt das Wort. 16 Doch ist da nichts, ich sehe nur grau. 17 Doch ich will glauben. 18 Will spüren, will lernen.

19 Starre zum Horizont, der nun Verheißung heißt. 20 Und warte. 21 Glaube. 22 Dann reißt es auf. 23 Ein Stück Blau bahnt sich den Weg durch das dichte Grau. 24 Und langsam schiebt sich groß die Sonne hinein in diesen kleinen Riss. 25 Überflutet gleißend golden Himmel und das ganze Meer.

26 Breite meine Arme aus und tanze im Licht. 27 Juble, singe, endlich fühlen. 28 Wie Wort und Wahrheit sich vereinen. 29 Halte inne – gehe weiter, voller Dank. 30 Wahrlich, in ihm ist die Verheißung wahr. 31 In ihm finde das Leben.

32 „Du hast mir meine Klage in Reigentanz verwandelt, das Trauerkleid mir gelöst und mit Freude mich gegürtet, auf daß dir meine Seele lobsinge und nicht schweige: o HERR, mein Gott, in Ewigkeit will ich dir danken!“ (Psalm 30)

Psalm 30,12–13 / 1. Korinther 15,42–44 / Römer 8,22–23 / 2. Korinther 5,2–4 / Psalm 36,10

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