Anbetung,  Liebe

THOW 310: Lieblich

1 So lieblich, wie du mich rufst über die Auen. 2 Hab ich dich kaum vernommen? 3 War es ein Flügelschlag des Schmetterlings, ein sanftes Säuseln nur der Blätter? 4 Nein, ich kenne deine Stimme wohl, und warm wird mir das Herz, wenn ich sie höre. 5 Wie sanftes Wasser umspült sie mich, wie weiche Seife streichelt sie meine Haut, wie warmes Öl berührt sie meinen Körper. 6 Ach, wärst du mir nur immer nah, wärst du so innig mit mir allezeit. 7 Gehst du für eine Weile fort – ich kann es kaum erwarten.

8 Dich fand Elia nicht im Sturm, nicht im Beben noch im Feuer. 9 Im Säuseln des Windes zeigst du dich. 10 So sanft bist du und freundlich. 11 Der, dem alle Mächte untertan, dem Urgewalten wie ein Spiel zu eigen, 12 der Wahrheit im Feuer läutert und Sterne vom Himmel wirft. 13 Der berührt mich mit der Hand an meiner Wange und streichelt mir die Stirn im Fieber.

14 Will selbst nicht Kraft noch Macht als Name führen, 15 sondern als Sanftmut soll man nach mir rufen. 16 Alles, was ich bin und habe, gebe ich dir – 17 und du beschenkst mich tausendfach zurück. 18 So will ich leise werden, still in mir, um deine Stimme zu vernehmen. 19 Und deine Nähe suchen allezeit. 20 Bis wir in Ewigkeit vereint – mit allen, die dich lieben.

1. Könige 19,11–13 / Psalm 23,1–3 / Matthäus 11,29 / Lukas 18,29–30 / Psalm 62,2 / Hohelied 2,8–10 / Sacharja 4,6

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