Freude,  Weisheit

THOW 377 · Trockene Freude

1 Vom Anderswo schallt helle Freude. 2 Ein Tor im Spiel erhellt dort die Gemüter. 3 Schweigend bin ich tief in mir versunken. 4 Ein Tor bin ich, der nach der Tiefe gräbt. 5 Der sich dem Müßiggang verwehrt und fern der Lebenslust sein Heil sucht.

6 Freuet euch allzeit, so ist uns geboten. 7 Seid fröhlich in allen Dingen, so steht es im Wort. 8 Doch mein Herz ist schwer und Welt wiegt bleiern. 9 Warum bin ich nicht fröhlich, wenn das Wort es doch verlangt? 10 Wo ist die Frucht, deren Baum ich so oft treu begieße?

11 Meine Seele ist wie dürres Land. 12 Die Fröhlichkeit: verflogener Tau im Licht des Tages. 13 Und doch ist hinter allem Staub ein Wissen. 14 Ein Wissen um Besitz der Freude, auch wenn ich sie nicht fühlen mag. 15 Trocken und hart wie geschliffener Diamant. 16 Schwer und unverrückbar wie pures Gold. 17 Tief vergraben in mir und nicht zu nehmen. 18 Erstrahlend hell im Lichte deiner Majestät.

19 Manch Tage muss genügen nur zu wissen: Sie ist mein. 20 Und gerate ich in Trauer, bleibt meine Seele froh. 21 So bin ich beides wohl zugleich für eine Weile. 22 Ein Gut, das diese Welt nicht fassen kann. 23 Verheißen für die Ewigkeit. 24 Sela.

Philipper 4,4 / 1. Thessalonicher 5,16 / 2. Korinther 6,10 / Psalm 42,6 / Galater 5,22

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