Gerechtigkeit

THOW 165: Selbstgerechtigkeit

1 Ich kam mit einer Sache zu dir, damit du richten mögest. 2 Legte dir alle Fakten dar und bat dich um Prüfung. 3 Hatte ich nicht in allen Punkten korrekt gehandelt? 4 Waren nicht alle Vorgänge von mir richtig beschrieben und alle Wiedergabe lauter? 5 Spricht also nicht alles für mich, so dass ich Recht bekomme und es einfordern darf?

6 Du, Herr, hast meine Sache geprüft. 7 Alle Punkte habe ich korrekt wiedergegeben und die Sachlage spricht in allen Punkten für mich. 8 Denn wie beschrieben handelte ich lauter und mein Bericht gibt mir Recht. 9 Doch du nimmst mich an der Hand und mir den Schleier von den Augen. 10 Meine eigene Gerechtigkeit führt ins Verderben. 11 Zeigst mir, wo die Liebe fehlte, wo ein Schritt zur Seite statt geradeaus nach vorne dein Weg gewesen wäre. 12 Zeigst, wo mein Recht haben mich selbst zum Täter machte, weil es den anderen gefangen nahm statt frei zu setzen. 13 Dass du alles Recht gehabt hättest, den Menschen zu verurteilen, aber deinen Sohn gabst, um die Schuld des Menschen zu begleichen.

14 So senke ich meine Stimme und lege mein Recht dir zu Füßen, denn es ist mir nichts mehr wert, ja verachte es selbst als Selbstgerechtigkeit. 15 Und erinnere mich an die Worte deines Apostels: 16 „Doch was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verlust gehalten. Ja noch mehr: Ich halte alles für Verlust, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles übertrifft. Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Dreck, damit ich Christus gewinne und in ihm gefunden werde, nicht dass ich eine eigene Gerechtigkeit habe, die aus dem Gesetz kommt, sondern die, welche durch den Glauben an Christus kommt, die Gerechtigkeit aus Gott aufgrund des Glaubens.“

Psalm 143,2 / Philipper 3,7–9 / Lukas 18,14

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