THOW 374 · Harte Wahrheiten
1 Es ist nicht alles Gold, was glänzt. 2 Nicht alles lässt sich schönreden. 3 Macht macht Glauben gefährlich. 4 Schluss mit Rechtfertigungen, bei sich selbst oder anderen. 5 Unsere Geschichte ist voller Schuld, Gewalt und Verrat. 6 Missbrauch im Namen Gottes ist Missbrauch des Namens Gottes. 7 Glaube macht nicht zum besseren Menschen. 8 Gott kennt keine Lieblinge.
9 Wer wagt noch zu glauben? 10 Der, der Gott fürchtet – bis zum letzten Atemzug. 11 Und um Vergebung fleht. 12 Und seine Gnade begreift. 13 Denn er allein ist gütig und gnädig. 14 Am Kreuz.
2. Mose 34,6–7 / Prediger 7,20 / Psalm 130,3–4 / Sprüche 9,10 / Römer 3,23–24 / Galater 2,20
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Ein Gedanke/ein Psalm dazu
Alexander Endl
Ich kommentiere meinen eigenen Text, weil es mir ein Anliegen ist, weiterzugeben, was mich die letzten Jahre gelehrt haben: wie schnell und wie oft Glaube missbraucht wird – und wie reflexhaft er dann vereinfacht verteidigt wird. Im Großen wie im Kleinen.
Ich habe ihn geschrieben, weil ich gemerkt habe, dass ich mich weder für meinen Glauben noch gegen Kritik rechtfertigen will. Nicht aus Trotz, sondern aus Ehrlichkeit.
Der Text soll kein Urteil über andere sein, sondern eine (Er-)Klärung für mich selbst.
Er benennt harte Wahrheiten – und endet dort, wo für mich alles trägt: am Kreuz.