THOW 553 • Werteverfall
1 Wer hat Recht? 2 Was ist der Maßstab? 3 Sind wir nicht alle unseren Werten selbst verpflichtet? 4 Gegründet auf das, was wir selbst gesehen und gehört haben? 5 Müssen wir nicht zu unseren Werten stehen, um als standhaft zu gelten? 6 Darum streiten wir. 7 Streiten über Ansichten und philosophische Fragen. 8 Gegründet auf das, was wir für richtig halten, ist die Ansicht des anderen nur falsch – oder richtig, wenn sie sich mit unserer deckt. 9 Da ist kaum noch ein gemeinsames Korrektiv, denn Kirche und Gesellschaft haben sich durch Untreue gegenüber ihren eigenen Werten selbst ihrer Glaubwürdigkeit beraubt. 10 Was einst tragen sollte, verlor seinen Halt, weil es nicht gehalten wurde. 11 So ziehen wir uns auf die Werte zurück, die wir noch besitzen: unsere eigenen. 12 Und verteidigen sie gegen jeden.
13 Ich will mich dem Herrn verpflichten, denn seine Werte, in der Schrift bewahrt und uns durch den Geist offenbart, sind gut und stehen für immer. 14 Und wo die Weisheit von oben auf guten Boden fällt, lässt sie sich an ihren Früchten erkennen: an Friedfertigkeit, Sanftmut, Vergebung und Demut. 15 So finde ich wieder Halt in einer fallenden Welt.
Psalm 119,89 / Matthäus 7,16 / Kolosser 2,8 / Jakobus 3,13-18 / Galater 5,22-23
- Werkkontext: THOW 68 • Mittelpunkt
Leitvers: Jakobus 3,17
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