THOW 569 • Hörendes Herz
1 Was nutzt mir aller Verstand, wenn ich ihn nicht verstehe? 2 Wenn ich Gottes Reden nicht begreife und sein Wort mir nichts sagt? 3 Es bleiben Gebote, die ich nicht erfüllen kann, Regeln, die mir fremd bleiben und an denen ich scheitere. 4 David blieb bis zu seinem Tode von Schuld gezeichnet und war doch sein geliebtes Kind. 5 Denn sein Herz kehrte immer wieder zu ihm zurück. 6 Salomo bat nur um eines von Gott: ein hörendes Herz. 7 Ein Herz, das zwischen Gut und Böse unterscheiden kann und Gottes Stimme vernimmt. 8 Um recht und gerecht durchs Leben zu gehen. 9 So bitte auch ich dich, Herr, um ein hörendes Herz. 10 Damit ich deine Weisung überhaupt verstehe, denn Weisheit erkennt, was am rechten Ort zur rechten Zeit zu tun ist. 11 Damit ich mich nicht verirre zwischen all den Gedanken und Worten in meinem Kopf. 12 Und ich unter den vielen Möglichkeiten erkenne, welchen Schritt ich gehen soll. 13 Und welchen jetzt noch nicht. 14 Sela.
1. Könige 3,9 / 1. Chronik 22,8 / Psalm 25,4-5 / Jakobus 1,5 / Römer 12,2
- Werkkontext: THOW 222: Zwiefach
Leitvers: Wenn es jemandem von euch an Weisheit mangelt zu entscheiden, was in einer bestimmten Angelegenheit zu tun ist, soll er Gott darum bitten, und Gott wird sie ihm geben. (Jakobus 1,5)
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2 weitere Gedanken und Psalme
Siruta Beer
Salomo aks Beispiel finde ich nicht so gut; trotz seiner Weisheit betete er zum Schluss fremde Götter an ?!
Alexander Endl
Salomo ist vielleicht genau deshalb ein „gutes“ Beispiel – Gott lobte ihn ausdrücklich für seinen Wunsch nach einem „hörenden Herz“ und er bekam es auch. Dann aber verlor Salomo selbst das „Zuhören“ und geriet auf eine schiefe Bahn. Für mich bleibt sein Wunsch richtig, sein langer Erfolg ein Beleg, sein „Scheitern“ am Ende eine Mahnung, dass es ein lebenslanges Hören bleiben muss.