THOW 612 • Der grüne Umschlag
1 Grüne Umschläge, Zettel und Stift. 2 Das ist das Bild, das mir der Herr zeigte. 3 Damit ich aufschreibe, was mich bewegt. 4 Mit einem Wort festhalte. 5 Ein Wort ist genug, denn der Herr weiß wohl, was ich meine. 6 Ein Wort, mich zu erinnern, dass ich es schrieb. 7 So schrieb ich mein Wort und steckte es in den Umschlag. 8 Und legte den Umschlag auf den Sims des Altars.
9 Werde ich gehen können und ihn liegen lassen? 10 Öffne ich ihn nochmal und nochmal? 11 Oder vertraue ich dem Herrn und ziehe meiner Wege? 12 Denn er will, dass ich meine Sorge auf ihn werfe. 13 Dass ich ihm nicht nur berichte, sondern sie ihm übergebe. 14 Und sein Geist lädt mich ein: Ein Tag, nur ein Tag. 15 Dann komm zurück. 16 Der Herr ist treu und gütig dem, der seine Hoffnung auf ihn wirft.
Psalm 55,23 / Klagelieder 3,25 / Matthäus 6,8 / Matthäus 6,34 / 1. Petrus 5,7
- Werkkontext: THOW 167 • Mir zu Hilfe
Leitvers: Ladet alle eure Sorgen bei Gott ab, denn er sorgt für euch. HFA (1. Petrus 5,7)
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Ein Gedanke/ein Psalm dazu
Alexander Endl
Das Bild des grünen Umschlags begleitet mich seit den 80er/90er Jahren. Heute Nacht kam es wieder, sicher kein Zufall. Drei Bewegungen sind mir wichtig: abgeben, loslassen, wiederkommen. Der Herr verlangt keinen blinden Wunderglauben. Er weiß, dass schon ein Tag Loslassen oft viel ist. Danach darf ich nachsehen: Ist das Wort weg? Der Umschlag? Oder liegt er noch da, und etwas in mir hat sich geändert? Oder ich lege ihn noch einmal hin und glaube noch einen Tag, und noch einen.