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THOW 206: Saat und Ernte
1 Herr, ach könnte ich doch all das Unheil schon im Keim ersticken. 2 Mir wäre dann wohler und ich müsste nicht warten und dann mit Mühe all die Ernte teilen. 3 Doch muss ich erst alle Saat im Boden wachsen sehen – wie könnt ich es sonst erkennen? 4 Hab ich mein Feld bestellt mit guter Saat, vom Schöpfer…
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THOW 205: Gerufen
1 Wie kann man deine Stimme, Herr, von anderen unterscheiden? 2 Woher weiß ich, dass du sprichst und nicht mein Kopf nur frei ersinnt, was andere zuvor einflüsterten? 3 Und ist es nicht auch gut genug, wenn kluge Gedanken und weise Worte mich zu frommen Taten spornen? 4 Mögen weise Worte kluge Ratgeber sein, doch wenn dein Wort in unser…
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THOW 199: Die Verwandlung
1 Das ist mein wahres Zeugnis, dass der, der mich kannte, bevor ich Ihn erkannte, bezeugen muss: Da ist ein anderer Mensch geworden. 2 Das Alte ist vergangen, Neues ist geworden. 3 Und dies soll mein Zeugnis bleiben, dass ich verändert bin und weiter dem nachjage, was mich verändern soll: dem Christus. 4 Er ist mein Ziel, er ist mein…
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THOW 196: Einfach machen
1 Was ist, wenn wir deine Stimme nicht laut hören? 2 Wenn wir keinen klaren Auftrag vor uns haben? 3 Keine geschichtsträchtigen Rechts- oder Linksentscheidungen. 4 Kein Entweder-Oder. 5 Wenn wir vor einem Tag wie so vielen stehen, einem Tag wie ein weißes Blatt Papier? 6 Daran sollen sie uns erkennen, dass wir deine Jünger sind: 7 Dass wir Liebe…
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THOW 192: Prüfe mich
1 Es war ein Mann, der hielt sich selbst für standhaft. 2 Und wahrlich, sein Herz war rein und seine Haltung ohne Tadel. 3 Er führte ein gesegnetes Leben, und jedermann musste bezeugen: Das ist ein Mann Gottes. 4 Doch was wäre, wenn sein Leben nicht so gesegnet wäre? 5 Wenn seine Haltung ihm zur Bürde wird, wenn seine Tugend…
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THOW 190: Wo bist du?
1 Gerade eben fühlte ich dich so nah, doch ich erwachte und suchte dich vergebens. 2 Wo bist du, Gott, warum bist du fern von mir? 3 Hab ich gefehlt, und Sünde stellt sich zwischen uns? 4 Oder ist mein Blick nur falsch gerichtet und ich erkenne dich nicht? 5 Hab ich deinem Wort nicht Gehör verschafft? 6 Bin ich…
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THOW 184: Wehret den Anfängen
1 Nein. Nicht einmal versuchen. Nicht einmal kosten. 2 Auch wenn wir meinen, stark zu sein. 3 Jesus sagte: Ein wenig Sauerteig durchsäuert den ganzen Teig. 4 Und der weise Salomo wusste: Fangt die Füchse, die kleinen Füchse, die die Weinberge verderben. 5 Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu; und wer im Geringsten unrecht ist,…
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THOW 181: Aufrichten
1 Aufrichten heißt: gerade machen, ordnen, in eine bestimmte Richtung bringen – hin zu einer aufrechten, lebendigen Haltung. 2 Die Sonne bringt die Blumen dazu, sich zu ihr auszurichten. 3 Die Nadel des Kompasses weist beständig zum Nordpol. 4 Und Schwärme von Vögeln und Fischen ändern wie von Dirigentenhand synchron die Richtung.5 Mein Innerstes sehnt sich nach Ordnung, nach Ausrichtung…
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THOW 168: In meiner Schwäche
1 Wer führen will, muss stark erscheinen in dieser Welt. 2 Seine Ellbogen einsetzen, sich durchsetzen, notfalls über Leichen gehen – auch wenn es nur die kleinen Tode von Beziehungen sind. 3 Seine Fehler muss er geschickt verbergen, denn sonst bringen sie ihn zu Fall. 4 Schon wartet der Nächste, der an die einsame Spitze drängt. 5 Doch all das,…
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THOW 166: Die Bestimmung
1 Ich sehne mich, den Sinn in allem zu entdecken. 2 Da muss mehr sein als das tägliche Bedürfnis und ein kleines Stück vom Glück. 3 Um dann am Ende deiner Tage zurückzublicken – um, mal mehr, mal weniger, sein kleines Leben hinter sich zu wissen. 4 Ich sehne mich danach, mehr als nur Redliches zu finden und nach guten Werten wohl zu wandeln.…





























