Glaube,  Nachfolge

THOW 192: Prüfe mich

1 Es war ein Mann, der hielt sich selbst für standhaft. 2 Und wahrlich, sein Herz war rein und seine Haltung ohne Tadel. 3 Er führte ein gesegnetes Leben, und jedermann musste bezeugen: Das ist ein Mann Gottes. 4 Doch was wäre, wenn sein Leben nicht so gesegnet wäre? 5 Wenn seine Haltung ihm zur Bürde wird, wenn seine Tugend ihm zum Gespött? 6 Würde er dann nicht an sich und Gott zweifeln? 7 Wird er dann noch standhaft bleiben?

8 Herr, ich hielt mich für standhaft, wie einst Hiob, bis die Stürme des Lebens die ersten Ziegel vom Dach meines Hauses rissen. 9 Hatte ich nicht vorher selbst gerufen: „Prüf mich! Hier bin ich!“ 10 Wo ist dann mein Glaube, wenn er geprüft wird? 11 Wenn die Spötter durch die Fenster schauen, sollen sie mich wimmernd unter meinem Bett verkrochen finden? 12 Davor bewahre mich, Herr: Es soll kein Wort der Klage über meine Lippen gehen, noch will ich meinem Herrgott Vorwürfe machen, denn jeder Mensch hat seine Plage und jedes Leben endet mit dem Tod. 13 „Der Herr hat’s gegeben, der Herr hat’s genommen; der Name des Herrn sei gelobt.“

14 Wir werden bestehen, denn unser Glaube gründet sich nicht auf den Segen der schönen Tage, sondern auf Erkenntnis Gottes. 15 Und werden wir geprüft, dann werden wir darin nur noch tiefer gegründet. 16 So hat der Sturm sein Ziel verfehlt und unser Haus nur fester gemacht. 17 Unseren Glauben nur noch tiefer in unser Herz gegraben. 18 Denn mitten im Sturm haben wir Jesus gesehen – und Frieden gefunden. 19 So bitten wir nicht um Bewahrung vor Prüfung, sondern um Gnade, dass wir bestehen. 20 Und sind dankbar in allen Dingen.

Hiob 1,21 / Psalm 139,23 / Jesaja 43,2 / Jakobus 1,2–4 / 1. Thessalonicher 5,18

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