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THOW 335: Diener
1 Diener sind wir, keine Herren. 2 Und der Herr, dem wir dienen, ist der Diener aller. 3 Darum ist uns der anvertraute Dienst ein Privileg – ein Privileg, allen zu dienen. 4 Und unser größtes Lob kann nur sein, der niedrigste unter allen zu sein. 5 Denn der, der uns voranging, kam vom Himmel herab und legte jede Königswürde…
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THOW 334: Verdeckt
1 Du willst verstehen? 2 Dann wirst du sehen. 3 Und was ist und wahr, wird offenbar. 4 Denn Gott hört dein Gebet, sein Wort steht. 5 Die Antworten auf deine Sorgen liegen in tiefen Schichten verborgen. 6 Wer bittet, dem wird gegeben – Offenbarung über dein Leben. 7 Bist du bereit? Jeremia 33,3 / Psalm 36,10 / Matthäus 7,7…
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THOW 333: Weil wir wissen
1 Weil wir wissen, nennen wir uns Mensch. 2 Weil wir wissen, sehen wir uns überlegen. 3 Weil wir wissen, glauben wir an den Erfolg. 4 Und so verzweifeln wir, wenn wir nicht mehr wissen, was wir tun sollen, wie es weitergeht und wer wir eigentlich sind. 5 Wer all seine Hoffnung auf sein Wissen warf, fällt dann tief. 6…
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THOW 332: Und dann die Leere
1 Endlich. 2 Wenn nicht erst endlich wäre. 3 Wo endlich das Werk vollendet. 4 Der Zyklus abgeschlossen. 5 Die Phase vorbei. 6 Die Belastung genommen. 7 Der Termine ein Ende. 8 Der Druck vorbei. 9 Endlich am Anfang. 10 Und dann die Leere. 11 Ohne Erfüllung ist die Leerung fatal. 12 Alles weggenommen verbleibt das Nichts. 13 Und die…
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THOW 331: Tür an Tür
1 Tür an Tür, ein unendlicher Wall aus Haustüren. 2 Ausgesperrt. 3 Verzweiflung wirft sich dagegen und zerschellt. 4 Das Volk Gottes baut dahinter einen Tempel, streitet um Aufgaben und poliert Stein um Stein. 5 Doch die Steine glänzen nicht, denn der Tempel ist nur eine Wand. 6 Im Traum sah ich Verzweiflung, Leere, große Not. 7 Sehnsucht nach der…
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THOW 330: Klagelieder
1 Ich bin ein Mensch, der den Schlag der Hand des Lebens kennt. 2 Wie ein dunkler Himmel über mir, so führt es mich in Finsternis. 3 Immer wieder bin ich getroffen, Pfeile trafen meine Nieren, meine Kraft fast gebrochen, meine Hoffnung wie ermattet. 4 Wie eingemauert stehe ich, immer wieder meine Wege versperrt, meine Schritte schwer gemacht wie aus…
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THOW 329: Weg von mir
1 Frieden such ich, doch finde ihn nicht. 2 Ruhe suche ich, doch rastlos bin ich. 3 Kraftlos bin ich, denn mein Kopf kommt nicht zur Rast. 4 Rationiere meine Vorräte, doch der Winter ist schon lang. 5 Wo ist mein Hirte, der mich schon in der Wüste zum Wasser führte? 6 Der mich vom Himmel speiste? 7 Der das…
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THOW 328: Feindesnähe
1 Ein Sprichwort sagt: „Halte deine Freunde nahe bei dir, aber deine Feinde noch näher.“ 2 Ich aber sage dir: Halte Abstand vom Bösen, wo immer es dir möglich ist. 3 Ja, sogar noch mehr: Widerstehe dem Feind, so flieht er vor dir. 4 Damit du ein ruhiges Leben führen kannst. 5 In der Gegenwart des Guten ist kein Raum…
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THOW 327: Winter
1 Frost ummantelt grüne Zweige wie ein feiner Film. 2 Bewegungslos, was vor kurzem noch zur Sonne strebte. 3 Erstarrt, was sich im Winde wog. 4 In weißen Firn getaucht, was eben noch so opulent in Farbe um sich warf.5 Keine Zeit des Sterbens, sondern Zeit des Ruhens. 6 Tief im Innersten bewahrt der Kern das Leben. 7 Der Funke,…
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THOW 326: Wahre Liebe
1 Ich hatte einen Traum von unerfüllter Liebe. 2 Liebe, die nur in einem Herzen brannte. 3 Und sich verzehrte, weil sie keine Erwiderung fand. 4 Ein Traum von Liebe, die sich an eine Illusion klammerte. 5 Die zerbrach, als sie sich offenbarte. 6 Und ich erwachte in der Gewissheit deiner Liebe. 7 Liebe, die mich kennt, annimmt und bedingungslos…





























