-
THOW 295: Freiraum
1 Die Welt liegt zu Füßen, doch wie ist sie zu betreten? 2 Auf vorgetretenen Routen oder führt das Meer ins Land der Drachen? 3 Abenteurer oder Verwalter? 4 Held oder Tunichtgut? 5 Vermehrer oder Verschwender? 6 Gottes sind Wellen und Wind, doch Segel und Steuer sind euer. 7 Freiraum ist uns zum Geschenk gemacht. 8 Und Gott allein bestimmt…
-
THOW 294: Wieder Mensch
1 Mensch sein, mit all seinen Freuden. 2 Einfach nur sich den guten Dingen hingeben: ein guter Kaffee, ein feines Frühstück, das Lächeln der Liebsten. 3 Sich dem täglichen Leben stellen und sich treiben lassen ohne Sorgen – das ist ein kostbares Gut, und dem ein Schatz, der dies entbehren musste. 4 Doch kaum erfahren, kommen tausend Dinge dem entgegen:…
-
THOW 293: Offene Hände
1 Ich kann nicht halb glauben. 2 Ich kann nicht halb hoffen. 3 Ich kann nicht halbherzig vertrauen. 4 Darum zerreißt es mich, wenn ich dich geschmeckt habe – doch die Speise nicht esse. 5 Hoffen heißt, in einer ungewissen Zukunft ein gutes Ende zu erwarten. 6 Angst bedeutet, in derselben ungewissen Zukunft ein schlechtes Ende zu fürchten. 7 Ich…
-
THOW 292: No surrender
1 Aufgabe ist keine Option. 2 Berufen, durchzuhalten, gesandt, das Böse zu überwinden. 3 Auch wenn wir manchen Kampf nicht zu Lebzeiten gewinnen, wollen wir doch bis zum Ende standhaft bleiben. 4 Den guten Kampf kämpfen, den Lauf vollenden. 5 Und daran sollen sie uns erkennen, dass wir Glauben und Hoffnung nie aufgeben. 6 Ergeben einzig unserem Gott. 7 Kapitulation…
-
THOW 291: Vom gütigen Herrscher
1 Ein Herrscher verkündete: Ich will all meinen Reichtum mit meinem Volk teilen. 2 Es soll in Frieden und Sicherheit leben und keiner soll mehr Mangel haben. 3 Und ich will mitten unter ihnen sein. 4 Mein Land ist groß, mein Reichtum unermesslich. 5 Jeder, der mein Bürger sein will, ist herzlich willkommen. 6 Geht hinaus in die Welt und…
-
THOW 290: Actio et reactio
1 Sie ringen und streiten, sie hadern und zweifeln. 2 Sie stellen in Frage, weil sie es selbst nicht erleben. 3 Darum hinterfragen sie deine Worte und dein Zeugnis, diskutieren mit dir, bis du es selbst tust. 4 Dabei verkennen sie, dass sie zwar „Herr, Herr“ sagen, aber nicht bereit sind, dich den Herrn sein zu lassen. 5 Was wir…
-
THOW 289: Fragen und Antworten
1 Wie viel wissen wir über uns selbst? 2 Wer könnte am besten Fragen über mich beantworten? 3 Bin ich es? Oder fehlt mir selbst die Perspektive. 4 Die notwendige Distanz, um mich im Ganzen zu sehen. 5 Mein Auge kann mich nicht sehen, so bleibe ich blind für mich selbst. 6 Was suchst du? 7 Wovor hast du solche…
-
THOW 288: Wider das Vergessen
1 Namen, Gesichter, Ereignisse – verloren in meinem Kopf. 2 Treue Begleiter, Konstanten meiner Geschichten. 3 Wo ich sie wähnte, Schatten ihrer selbst. 4 Umrisse, die verblassen. 5 Und wenn sie gehen, Leere. 6 Und mit ihnen entgleitet ins Nichts, was sich daran knüpfte. 7 Werte verhallen ohne Bezug, Haltungen verlieren Boden – und was uns definierte, wird zu einer…
-
THOW 287: Weiße Wand
1 Vertrauter Freund, weiße Wand. 2 Nichts, was mein Auge ablenkt, nichts, was meinen Verstand beschäftigt. 3 Nur Leere – und darin Weite. 4 Und in der Weite Dich, Herr. 5 Und in dir komme ich zur Ruhe. 6 Weil nichts zählt außer mein Vertrauen auf dich. 7 In weißer Wand fand ich dich in größter Not. 8 Jetzt finde…
-
THOW 286: Der Glaube der Anderen
1 Sie ziehen an mir vorbei und singen deinen Namen. 2 Sie tragen das Kreuz, das dich trug. 3 Doch ich verstehe ihre Lieder nicht. 4 Sie knien vor deiner Mutter. 5 Sie gehen durch ein Tor, das ihnen Erlösung von Sünden verspricht. 6 Und sie nennen jemand „Heiligen Vater“, wo doch nur der Vater im Himmel unser Vater ist.…





























