-
THOW 293: Offene Hände
1 Ich kann nicht halb glauben. 2 Ich kann nicht halb hoffen. 3 Ich kann nicht halbherzig vertrauen. 4 Darum zerreißt es mich, wenn ich dich geschmeckt habe – doch die Speise nicht esse. 5 Hoffen heißt, in einer ungewissen Zukunft ein gutes Ende zu erwarten. 6 Angst bedeutet, in derselben ungewissen Zukunft ein schlechtes Ende zu fürchten. 7 Ich…
-
THOW 283: Zerbrochene Welt
1 So stehen wir vor dir, verstehen noch immer nicht. 2 Warum du, Herr, der du uns liebst und deine Kinder nennst, das Leiden dieser Welt noch geschehen lässt. 3 Ertragen lässt die Bürde der gefallenen Welt, für ihre Missetat. 4 Nicht nur zuschauen, sondern mit ihr leiden. 5 Von Krankheit, Tod und Gewalt sind wir nicht nur Zeugen –…
-
THOW 274: Unmögliches
1 Dort, wo wir nicht mehr weiter können. 2 Nicht mehr wissen, was zu tun ist. 3 Lösungen menschenmöglich nicht vorhanden. 4 Dort berühren wir den Glauben. 5 Und dieser Glaube sagt uns, Unmögliches ist nicht unmöglich bei Gott. 6 Ausweglosigkeit kennt einen Ausweg. 7 Ende findet einen Anfang. 8 Was tot war, ist wieder lebendig geworden. 9 Da tauchen…
-
THOW 272: Wer meint, zu stehen
1 Heute stehen wir, morgen fallen wir. 2 Fester Fels zur Geröll-Lawine, Meer zur Flut, Bäche zu Strömen. 3 Die Tiefe entfaltet ihre Dunkelheit. 4 Was sicher schien, verflüchtigt. 5 Worte im Widerhall, rufen den eigenen Namen. 6 Zum eigenen Hohn, selbst zum Gespött die Ratschläge, die wir gestern gaben. 7 Wo bist du nun, Standhaftigkeit? 8 Wo finde ich…
-
THOW 266: Nicht ich, sondern Christus
1 Ich denke an mich, doch du lässt mich an andere denken. 2 Nicht wie wir denken, sondern so, wie du es verheißen hast. 3 Der Glaube dieses Geschlechts vergeht aus Mangel an Erkenntnis. 4 Verführt von falschen Versprechungen. 5 Verloren auf der Suche nach sich selbst. 6 Und doch längst gefunden, längst offenbar. 7 Christus heilte und tat weit…
-
THOW 264: Von dieser Welt
1 In dieser Welt, wenn auch nicht von dieser Welt. 2 Mit erneuertem Geist, aber in sterblichen Hüllen. 3 Hoffen auf Verwandlung, aber noch nicht verwandelt. 4 Leben wie jedermann, aber nicht wie jedermann berufen. 5 Erdulden wie jedermann, so doch mit einer anderen Zuversicht. 6 Keine Zuversicht, die Welt zu gewinnen. 7 Aber Zuversicht, die Welt zu überwinden. 8…
-
THOW 260: Freuet euch
1 In allem Ringen um des Herrn – freuet euch. 2 In allem Kampf gegen das Böse – freuet euch. 3 In aller Ernsthaftigkeit in der Tiefe des Wortes – freuet euch. 4 „Freut euch im Herrn allezeit! Und noch einmal sage ich: Freut euch!“ 5 Freut euch, wer zu ihm gehört! Denn die des Herrn sind, stehen im Buch…
-
THOW 246: Stimmen
1 Das ist, was ich sehe, schmecke und spüre, sagt die Stimme. 2 Das ist wohl nicht zu leugnen. 3 Du vergisst, was ich alles weiß, sagt die andere, und holt die Bücher der Erinnerungen. 4 Und das ist, was der Verstand gebietet, erwidert die dritte. 5 Nur das kann sein, alles andere ist Trug. 6 So ringen Kopf, Sinn…
-
THOW 235: Wahrheiten
1 Alles einfach zu viel. 2 Das kann man nicht leugnen. 3 Das steht bevor. 4 Da muss ich alleine durch. 5 Das sagte man schon früher über mich. 6 Was wollen wir glauben? 7 Der Realität, die nun mal ist? 8 Oder der Realität, die sich entfaltet und nicht an dem festhält, was war und ist? 9 Ich bin…
-
THOW 232: Glaube, Hoffnung, Liebe
1 Glaube ist meine feste Gewissheit. 2 Im Glauben handeln wir. 3 Im Glauben sehen wir. 4 Er schenkt uns, das Vergangene zu verstehen und die Gegenwart zu meistern. 5 Hoffnung richtet den Blick nach vorn. 6 Sie übersieht nicht, was kommen kann, doch setzt sie auf das Gute und hält das Unmögliche für möglich. 7 Sie nimmt unseren Glauben…


























