THOW 33: Mitten im Leben
1 Geht es uns gut, dann braucht der Mensch dich nicht, ja er fragt sich gar, ob es dich überhaupt gibt. 2 Er gleitet durchs Leben und glaubt, einen Anspruch darauf zu haben, dass ihm alles gelingt und es ihm wohl ergeht. 3 Doch kommen die Schläge des Schicksals, erinnert er sich an Gott und beklagt, was ihm geschieht. 4 Ruft laut: Warum ich? Warum musste das geschehen? 5 Und sagt: Wenn Gott gut wäre, wie konnte er das zulassen? Und warum hilft er mir nicht heraus?
6 Du, Herr, bist vollkommen gut und von dir kommen nur gute Gaben. 7 Doch das Leben hat manche Hürde zu meistern und es gibt auch das Böse auf der Erde. 8 Es brüllt wie ein Löwe und sucht, wen es verschlingen kann. 9 Der Mensch lässt sich davon verführen, glaubt, wenn er sich versteckt oder einen Pakt mit ihm eingeht, wird es vor ihm halt machen. 10 Doch nichts wird das, was irdisch ist, bewahren können, und wer sich daran klammert, geht damit unter.
11 Auf dich zu vertrauen, ist ein Schritt im Glauben. 12 Denn das Leben ist das Leben und wir teilen das Schicksal aller. 13 Und doch sorgst du für deine Kinder, wie ein guter Vater und eine gute Mutter es tut. 14 Nicht immer sehen wir es im Hier und Jetzt, aber im Rückblick erkennen wir. 15 Nie hörst du auf mit denen zu sein, die „Abba, lieber Vater“ zu dir rufen. 16 Nie verlässt du sie, nie versäumst du sie, nie ist dein Arm zu kurz, dein Weg verloren. 17 Du führst deine Pläne aus, führst uns auch durch manch dunkles Tal und bereitest einen Tisch im Angesicht unserer Feinde.
18 Deshalb beuge ich mich unter deine Hand, vertraue und werfe alle Sorge auf dich, denn du willst für mich sorgen. 19 Ich blicke nicht zurück, außer um dein Wirken zu verstehen und dafür zu danken. 20 Ich will nicht ängstlich in die Zukunft sehen, sondern fest im Augenblick stehen und jeden Schritt nach vorne an deiner Hand zusammen gehen.
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