Glaube

THOW 273: Glauben, ohne sehen

1 Wie Thomas bin ich, Herr. 2 Kaum gerate ich in Not – und sei es nur der Seelenpein – rufe ich nach einem Zeichen. 3 Ich klage, jammere, flehe – ob Du Dich meiner nicht erbarmst. 4 Eingreifst, mein Leid mir schnell beendest. 5 Mir Recht verschaffst. 6 Mein Herz vor Glück springen lässt. 7 Und Dank sei Gott: Du lässt Dich oft genug erbarmen.

8 Doch bin ich’s leid, mein ständiges Flehen zu ertragen. 9 Ich will meine eigene Klage nicht mehr hören. 10 Glaube ich denn nicht, dass Du Dich meiner längst erbarmt hast? 11 Dass Du meinen Ein- und Ausgang stets bewachst? 12 Du, der Du jedes Haar auf meinem Haupte zählst? 13 Der mir versprach, mich nicht zu verlassen noch zu versäumen? 14 Der mir zurief, alle Sorge, auch die von morgen, schon jetzt auf Ihn zu werfen, denn Er will für mich sorgen?

15 Glückselig, wer glaubt, ohne zu fordern. 16 Wer keine Zeichen braucht, um Dich zu sehen. 17 Wer in jedem Augenblick die Hand Gottes über sich gewahr wird. 18 Wer Gottes Verheißungen mehr glaubt als allen Zeichen dieser Welt. 19 Und gewiss ist: Er ist mit mir alle Zeit. 20 Glückselig, denn der wird im Frieden Gottes leben. 21 Stets gewiss: Seine Hand reicht nicht zu kurz. 22 Und dankbar jeden Tag, dass dem, der glaubt und Dir vertraut, im Himmel großer Lohn erwartet. 23 Und dennoch weiß: Zur rechten Zeit werde ich auch Deine Wunder sehen. 24 Sela.

Johannes 20,29 / Hebräer 11,1 / 2. Korinther 5,7 / 1. Petrus 1,8–9 / 1. Petrus 5,7

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