Gemeinschaft,  Leben

THOW 575 • Unio integritas

1 Was eins war, wurde zerrissen. 2 Was zerrissen war, zerteilt, verlost. 3 So suchen wir nach den Bestandteilen unserer selbst. 4 Leben in Zuständen, in Rollen, die miteinander streiten und um sich ringen. 5 Ertragen den Schmerz und erleiden die Folgen.

6 Doch du, Herr, fügst zusammen. 7 Was getrennt war, wird wieder eins. 8 Seele, Leib und Verstand, mein Leben am Morgen und am Abend, draußen und drinnen. 9 Was immer ich tue und wo immer ich bin, ich bleibe derselbe. 10 Mit mir selbst versöhnt, werde ich wieder heil und ganz. 11 Denn du hast mein Herz, meine Mitte, zum Leben erweckt. 12 Allein durch deinen Sohn, in deinem Geist.

13 Erst vereint begreife ich, was unvereint nicht zu begreifen war: was Gemeinschaft ist. 14 Christus versöhnte, was unversöhnt war, vereinte, was getrennt war: 15 Das Kind mit dem Vater, der Bruder mit der Schwester, der Mensch mit sich selbst. 16 Nun kann ich Teil werden von diesem Eins, das viel größer ist als ich: der Leib, geeint in seinem Geist.

Hesekiel 36,26–27 / Johannes 17,21–23 / 2. Korinther 5,17–18 / 1. Korinther 12,12–13 / 1. Thessalonicher 5,23

Leitvers: Sie alle sollen eins sein, genauso wie du, Vater, mit mir eins bist. So wie du in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns fest miteinander verbunden sein. Dann wird die Welt glauben, dass du mich gesandt hast. (Johannes 17,21)

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