Gerechtigkeit,  Gnade

THOW 547 • Gewissheit

1 Woher nehme ich die Gewissheit? 2 Gewissheit ist mir mehr als Hoffnung, denn auf die Hoffnung setze ich, doch an der Gewissheit halte ich mich fest. 3 Hoffnung richtet sich auf das, was kommt; Gewissheit gründet sich auf das, was schon getan ist.

4 Wessen bin ich mir gewiss? 5 Muss ich noch Angst vor dem Tod haben? 6 Wenn meine Hoffnung schon über den Tod hinausreicht, worin liegt dann meine Gewissheit, vor Gott bestehen zu können? 7 Wenn ich aber schon mit Christus gestorben bin, bevor der Tod nach mir greift, wo wäre dann noch Ungewissheit? 8 Dem Menschen ist ja bestimmt, nur einmal zu sterben und danach das Gericht.

9 Darum will ich schon im Leben mit Christus sterben und Gottes Urteil über mein altes Leben jetzt schon annehmen. 10 Schuldig – und doch begnadigt, weil Christus mein Urteil schon trug. 11 Darf ich nicht darum gewiss sein, dass der Tod keinen Stachel mehr hat und Sterben mir Gewinn wird? 12 Das ist meine Gewissheit: Ich bin mit Christus gestorben und lebe deshalb jetzt schon in ihm. 13 In der Taufe besiegelt, vor vielen bezeugt, täglich vollzogen.

Jesaja 53,5 / Hebräer 9,27 / Römer 6,3–8 / Johannes 5,24 / Philipper 1,21
  • Werkkontext: THOW 266 • Nicht ich, sondern Christus

Leitvers: (Johannes 5,24)

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