THOW 567 • Reden oder Schweigen
1 Wie kann ich, Herr, nur dir gerecht werden? 2 Zeugnis geben, von deiner Wahrheit reden, wo ich doch so wenig weiß. 3 Nicht nur nachplappern, was andere sagen, die auch nur Menschen sind. 4 Eigene Worte finden, von deiner Güte erzählen, die Erkenntnis teilen, die du wirkst. 5 Ohne andere in die Irre zu führen, ohne sie vom Weg abzubringen. 6 Groß ist der Auftrag, zu verkünden, groß die Verantwortung, nicht zu verführen.
7 Darum will ich in allem nur auf dich hinweisen. 8 Ihnen zurufen: Lest selbst das Wort und hört ihm zu. 9 Prüft alles, auch mich, und behaltet nur das Gute. 10 Das, was redlich ist und deiner Lehre würdig. 11 Erbauend, auf den Herrn allein hinweisend, der allein selig macht. 12 In die Gemeinschaft des Leibes Christi führend. 13 Prüft, ob mein Reden zur Schrift hin- oder von ihr wegführt. 14 Prüft, ob ich eitle Ehre oder Gewinn erstrebe. 15 Prüft, denn ich will selbst prüfen, mein Reden wie das der anderen. 16 Und dich, Herr, erkennen, mehr und mehr.
17 So will ich reden, weil du es mir geboten hast. 18 Und schweigen, wenn du es mir gebietest. 19 Und in allem dem Wort, dem Kreuz und der Gemeinde verpflichtet bleiben, damit ich auf geraden Wegen gehe und deine gute Botschaft verkünde allezeit.
Jeremia 23,28 / Psalm 119,105 / 1. Thessalonicher 5,21 / Titus 1,9 / Jakobus 3,1
- Werkkontext: THOW 510 • Sola scriptura
- Werkkontext: THOW 98: Niederschrift
Leitvers: „Zuverlässig ist das Wort, und ich will, daß du dich hierüber mit aller Bestimmtheit aussprichst, damit die, welche zum Glauben an Gott gekommen sind, allen Eifer darauf verwenden, sich in guten Werken zu betätigen – das ist etwas Schönes und für die Menschen Segensreiches. 9 Dagegen mit törichten Untersuchungen[5] und Geschlechtsverzeichnissen sowie mit Streitigkeiten und Gezänk über das Gesetz habe du nichts zu tun, denn das sind unnütze und unfruchtbare Dinge.“ (Titus 3,8–9) MENG
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Ein Gedanke/ein Psalm dazu
Alexander Endl
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Wie THOW 567 „Reden oder Schweigen“ entstanden ist: zwei sehr unterschiedliche Impulse, eine unbequeme Frage und ein unerwarteter Griff zum Titusbrief.
„Prüft alles, auch mich.“
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