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THOW 65: Der lange Weg
1 Der Weg des Menschen ist lang. Die Zeit eilt, doch sie untersteht der Ordnung Gottes. 2 Wir treiben uns an, doch den Lauf der Dinge können wir nicht ändern. 3 Stattdessen entfernen wir uns innerlich, verlieren den Bezug zum Zeitmaß in uns. 4 Unsere Unruhe wächst, unser Tempo überholt uns. 5 So hetzen wir in einen Wettlauf gegen uns…
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THOW 63: Alte Muster
1 Oh Herr, wie musst du uns erdulden – und du tust es geduldig. 2 Auch wenn wir schon lange mit dir auf dem Wege sind, verfallen wir wieder in alte Muster. 3 Wir haben so oft schon dein Eingreifen erlebt, deine Wunder gesehen, haben gestaunt, wie du alles fügtest. 4 Und kaum vergeht ein wenig Zeit, haben wir wieder…
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THOW 53: Dank
1 Als sich die Schatten androhten, hast du mich sie sehen lassen, wo andere noch abwiegelten. Und mir graute nicht. 2 Als die dunklen Wolken über uns den Himmel verdunkelten, gabst du mir Mut, noch das Haus fest zu machen. Und ich versteckte mich nicht. 3 Als der Donner kam und Blitz und Sturm alles zum Spielball der Elemente werden…
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THOW 48: Stille
1 Du rufst mich in die Stille. Ich schließe meine Augen und befehle meinen Gedanken zu schweigen. 2 Damit ich dich hören kann. Und der Friede kehrt zurück. 3 Wie ein Freund umarmt er mich. 4 Das Chaos der Optionen und Möglichkeiten, was war und was ist und was wird, verstummt. 5 Ruhe, Zuversicht und Gewissheit erfüllen den, der seine…
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THOW 44: Nachtgebet
1 Herr, wir bitten für unsre Geschwister, dass du bei ihnen bist in der Nacht. 2 Dass sie Ruhe im Schlafe jetzt finden und ein Engel über sie wacht. 3 Herr, wir bitten, dass du ihren Weg bereitest, rüste sie mit allem Nötigen zu, 4 und über sie ausgebreitet, dein Friede wie eine himmlische Ruh. 5 Herr, wir bitten, dass…
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THOW 44b: Dreifache Hoffnung
1 Wir dürfen hoffen, denn Hoffnung lässt nicht zuschanden werden. 2 Doch wollen wir richtig hoffen. Nicht wie die Welt, die nach dem Ihren strebt und nur den eigenen Vorteil sucht. 3 Auch nicht in falscher Hoffnung, denn dies Leben wird uns manche Bürde nicht ersparen. 4 Aber in dreifacher Hoffnung: Dass uns manches erspart bleibt, dass uns manch Wunder…
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THOW 41: In seiner Hand
1 Ich weiß mich geborgen, denn dein Wort hat Bestand. 2 Nichts soll mich erschrecken, bin in deiner Hand. 3 Was auch immer mag kommen, es wird wieder gehen. 4 Denn nichts wird vor Gottes Allmacht bestehen. 5 Jede Prüfung zieht mich nur tiefer zu dir, denn mitten darin sprichst du klar zu mir. 6 Worte der Zuversicht, Zuspruch und…
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THOW 40: Frieden
1 Deinen Frieden suche ich und will ihn nachjagen mit all meiner Kraft, allen Sinnen und meinem Sein. 2 Dein Friede ist wie ein Feuer, das die Ängste und Sorgen vertilgt. 3 Er versteckt sich nicht in Höhlen oder unter einer Decke. 4 Er lässt sich nicht finden auf der panischen Flucht. 5 Denn dein Friede ist mitten in der…
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THOW 38: Lebensmut
1 Herr, ich brauche deine Hilfe. 2 Wenn ich dem Leben ins Angesicht sehe, will mir Schwere in Gemüt und Glieder fahren. 3 Wo ist die Leichtigkeit der Jugend, als das Leben noch unendlich schien und die Möglichkeiten unbegrenzt? 4 Nun blicke ich in die unmaskierte Wahrheit dieses Seins, sehe meine eigene Verletzlichkeit. 5 Ich muss Abschied nehmen von der…
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THOW 36: Zwischen Ohnmacht und Hoffnung
1 Warum muss ich mich dem allen stellen? 2 Bist du nicht, Gott, der Souverän? 3 Hast du nicht durch deinen Sohn vor aller Augen Wunder bewirkt, die über alles menschlich Fassbare hinausgehen? 4 Warum greifst du nicht ein und lässt dein Kind durch dieses Tal gehen, wie ein Spielball von Gewalten? 5 Hast du nicht selbst deinen Jüngern befohlen,…





























