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THOW 288: Wider das Vergessen
1 Namen, Gesichter, Ereignisse – verloren in meinem Kopf. 2 Treue Begleiter, Konstanten meiner Geschichten. 3 Wo ich sie wähnte, Schatten ihrer selbst. 4 Umrisse, die verblassen. 5 Und wenn sie gehen, Leere. 6 Und mit ihnen entgleitet ins Nichts, was sich daran knüpfte. 7 Werte verhallen ohne Bezug, Haltungen verlieren Boden – und was uns definierte, wird zu einer…
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THOW 277: Altes und Neues
1 Die Elemente sind begründet, die Gesetze manifestiert. 2 Der Menschen Welt begrenzt durch Gottes Wort. 3 Der, der selbst ohne Grenzen ist, schuf Zeit und Materie für seine Schöpfung. 4 So sind wir Erbe unserer Vorfahren und Verwalter für die Generationen. 5 Wir können zerstören, entdecken, modellieren – doch nur der Schöpfer selbst schafft Neues, wie es ihm gefällt.…
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THOW 275: Wie ein Dieb in der Nacht
1 Unbemerkt, ein kleiner Spalt. 2 Eingedrungen, kauernd in der stummen Ecke. 3 Erhebt sich in der Dunkelheit, berührt, was ihm nicht zusteht. 4 Öffnet, was verschlossen war. 5 Nimmt, was wertvoll, zertritt, was uns heilig. 6 Entweiht, was unschuldig ist, zerreißt, was uns vertraut war. 7 Hinterlässt Leere und Verlust. 8 Es war nur ein Wort, ein Gedanke, doch…
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THOW 270: Veränderungen
1 Ein neuer Tag, ein neuer Morgen. 2 Die Welt dreht sich um ihre Achse. 3 Alles scheint schon dagewesen, alles sich zu wiederholen. 4 Und doch bleibt nichts, wie es war. 5 Jeder Tag ein anderer, die Welt von gestern nicht mehr die von heute. 6 Gar des Tages Länge ändert sich und die Bahn der ganzen Erde. 7…
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THOW 261: Stimme der Versöhnung
1 Genug Stimmen, die es auch mal gesagt haben wollen. 2 Genug Worte, die man ja auch mal sagen muss. 3 Genug Meinung, die man ja wohl haben darf. 4 Verrührt zu einem Brei aus Geschrei in einer Welt im Zorn. 5 Wer wurde je durch einen Streit überzeugt? 6 Wer ließ sich je in einer Diskussion besiegen? 7 Wer…
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THOW 259: Von der Pflicht, seine Zunge im Zaum zu halten
1 Reden wir, so reden wir klug, denn jedes Wort hat Gewicht und vermag vieles zu bewirken. 2 „Redet nicht schlecht voneinander, sondern habt ein gutes Wort für jeden, der es braucht. Was ihr sagt, soll hilfreich und ermutigend sein, eine Wohltat für alle.“ 3 Stattdessen haben wir uns Plattformen gebaut, um „alle Bitterkeit, allen Zorn und Groll, alles Schreien…
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THOW 252: Das Maß der Dinge
1 Kann der Mensch über sich hinaus? 2 Ist es nicht vermessen, vom Leben mehr zu fordern, als ihm zugeteilt? 3 Verliert er dabei nicht unweigerlich sein Gleichgewicht? 4 Gibt er hier mehr, wird es dort zu wenig sein – denn niemand kann zwei Herren dienen und wird beiden gerecht. 5 Trägt er schwerer, als er kann, wird die Kraft…
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THOW 249: Das Siegel des Geistes
1 Gottes Gegenwart. Wie ein sanfter goldener Film durchwebt sie Raum. 2 Der, der allgegenwärtig ist, offenbart sich. 3 Offenbart sich in seiner Schöpfung. 4 Nicht durch ihre Worte, die verführbar sind. 5 Nicht durch ihre Taten, die der Menschen Werke bleiben. 6 Wie ein Hauch, die Signatur des Schöpfers. 7 Ob Mensch oder Tier – am Geruch erkennen sie…
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THOW 245: Versuchung
1 War es die Frucht, die so verlockend glänzte, die Schlange, die flüsterte, oder des Menschen Eigenwille und Stolz. 2 Die Versuchung hat drei Wurzeln. 3 Den Widersacher, der einst Hiob prüfte und in der Wüste den Sohn Gottes herausforderte. 4 Die Umstände des Lebens, die uns fordern wie bei Paulus im Sturm auf dem Meer. 5 Doch am tiefsten…
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THOW 244: 10 Worte der Wahrheit
1 Gott ist gut und souverän, nichts ist ihm unmöglich und er ist immer für uns. 2 Der Mensch ist schuldig vor Gott und kein Mensch kann dies aus sich heraus ändern. 3 Umkehr ist keine einmalige Wendung, es ist tägliche Orientierung. 4 Gebet ist kein Kraftakt, es ist Haltung. 5 Wir können es nicht selbst einüben und doch bedarf…




























