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THOW 293: Offene Hände
1 Ich kann nicht halb glauben. 2 Ich kann nicht halb hoffen. 3 Ich kann nicht halbherzig vertrauen. 4 Darum zerreißt es mich, wenn ich dich geschmeckt habe – doch die Speise nicht esse. 5 Hoffen heißt, in einer ungewissen Zukunft ein gutes Ende zu erwarten. 6 Angst bedeutet, in derselben ungewissen Zukunft ein schlechtes Ende zu fürchten. 7 Ich…
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THOW 287: Weiße Wand
1 Vertrauter Freund, weiße Wand. 2 Nichts, was mein Auge ablenkt, nichts, was meinen Verstand beschäftigt. 3 Nur Leere – und darin Weite. 4 Und in der Weite Dich, Herr. 5 Und in dir komme ich zur Ruhe. 6 Weil nichts zählt außer mein Vertrauen auf dich. 7 In weißer Wand fand ich dich in größter Not. 8 Jetzt finde…
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THOW 285: Veränderungen
1 Bleiben wir stehen, fließt das Leben an uns vorbei. 2 Lassen wir uns treiben, trägt es uns fort. 3 Was wir auch tun, alles verändert sich, denn das Leben ist Veränderung. 4 Vom ersten Atemzug bis zum letzten. 5 Jeder Tag der Geschichte der Menschen. 6 Anker helfen uns, den Grund nicht zu verlieren. 7 Taue verbinden uns und…
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THOW 284: Hilfsbedürftig
1 Wenn wir an unsere Grenzen kommen. 2 Wenn Schmerzen mich umfangen. 3 Wenn kleine Handgriffe zur Mühsal werden. 4 Verstehen wir, was hilfsbedürftig sein bedeutet. 5 Und werden dankbar, wenn uns Menschen zur Seite stehen, in Tat oder Wort oder Gebet. 6 So komme ich zu dir, will mich nicht der Klage hingeben. 7 Will dankbar sein, für jede…
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THOW 280: Verloren
1 Wie Züge rast Leben rechts und links vorbei. 2 Ohnmächtig das Bedauern, nicht darin zu sein. 3 Den Anschluss verlieren, die Abfahrt verpassen. 4 Zurückgeblieben, als Relikt des Gestern im Rückspiegel der Geschichte. 5 Und irgendwann vergessen. 6 Wenn wir die Kontrolle verlieren, den Fahrplan nicht mehr selbst bestimmen. 7 Weil wir alt werden, oder Krankheit uns zum Innehalten…
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THOW 278: Verbindungen
1 Feine Fäden voller Gedanken. 2 Gewobene Drähte aus Erinnerungen. 3 Seile der Beziehungen. 4 Brücken der Freundschaft. 5 Banden der Liebe. 6 Wer sich zu neuen Ufern aufmacht, muss lösen, was ihn bindet. 7 Doch wer seine Brücken abbricht, hat keinen Rückweg mehr, wenn er den falschen Weg beschritt. 8 Wer auszieht, nur dem Ruf der Fremde wegen, verliert…
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THOW 273: Glauben, ohne sehen
1 Wie Thomas bin ich, Herr. 2 Kaum gerate ich in Not – und sei es nur der Seelenpein – rufe ich nach einem Zeichen. 3 Ich klage, jammere, flehe – ob Du Dich meiner nicht erbarmst. 4 Eingreifst, mein Leid mir schnell beendest. 5 Mir Recht verschaffst. 6 Mein Herz vor Glück springen lässt. 7 Und Dank sei Gott:…
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THOW 255: Jeder Moment
1 Was wartet meine Seele noch, was lässt sie im Vergangenen verharren? 2 Was lässt mich zögern, auf das nächste warten? 3 Lobe Gott jetzt im nächsten Atemzug. 4 Lobe Gott mit Stimme und Gesang. 5 Lobe Gott für diesen Augenblick. 6 Denn er ist gütig und gerecht und jedes Lobes wert. 7 Wer lobt, erhebt Gott und erweist ihm…
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THOW 251: Leben in Hingabe
1 Alles geben, Extra-Meile gehen, über sich hinaus. 2 Hoffen und beten, Tank befüllen, wieder und wieder. 3 Immer mehr, immer weiter, bis zum Ziel – oder der Havarie. 4 Mein Gott, mein Abba, hat sich mir in den Weg gestellt, mir Einhalt geboten. 5 Ist doch alles bereit, alles getan? 6 Annahme, Heilung, Wiederherstellung – 7 uns gegeben, hingegeben,…
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THOW 241: Blinder Gehorsam
1 Gehen, hören. 2 Hören, gehen. 3 Ohne Fragen, keine Erklärungen, keine Rechtfertigung. 4 Nicht erst auf den Grund gehen, kein Ziel erklärt bekommen. 5 Einfach gehen und horchen, gehorchen. 6 Dem Widerstreben des Ego zuwider. 7 Der Vernunft ein Tor. 8 Den Mahnern ein Fanal.9 „Komm, folge mir nach.“ Jesus beruft den Matthäus. 10 Ohne Aufklärung der Konsequenzen. 11…





























