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THOW 306: Mir Fremde
1 Fremde Freunde, unbekannt das Vertraute. 2 Mit jedem Schritt zu dir, Herr, lassen wir zurück. 3 Nichts wird wieder so, wie es einmal war. 4 Spüren wir Wehmut, machst du uns Mut. 5 Denn was ich war, ist nichts zu dem, was ich sein darf. 6 Wiederhergestellt – nach deinem Plan für mein Selbst. 7 Also verliere ich mich…
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THOW 304: Kraft
1 Muss es denn immer mehr sein? 2 Sind nicht zwanzig Prozent schon achtzig Prozent des Erfolgs? 3 Ist nicht ein bisschen mehr als die anderen besser als nichts? 4 Ist nicht ein wenig genug? 5 Gott verachtet nicht die kleinen Anfänge. 6 Er schätzt das Scherflein derer, die wenig haben. 7 Und nimmt die fünf Brote und zwei Fische,…
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THOW 303: Die Mitte
1 In deinem Lobpreis finde ich dich. 2 Im Gebet der Geschwister bist du mir nah. 3 In größter Bedrängnis spür ich deine Hand. 4 Ob heiß oder kalt – ich weiß, wo du bist. 5 Und werde stark in der Kraft meines Herrn.6 Ob am Gipfel oder im Abgrund, am schweren Berg oder im Sturm der Meere – dort…
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THOW 299: Umsonst
1 Umsonst, doch nicht vergebens. 2 Umsonst, doch nicht beliebig. 3 Umsonst, doch unbeschreiblich wertvoll.4 Wir ringen mit der Gnade, denn sie scheint uns nicht gerecht. 5 Gerecht ist Lohn für Arbeit, Gewinn für Mühe, Strafe für Fehl. 6 Darum suchen wir nach Mustern, die wir verstehen. 7 Doch wer betet, hofft, lobt, um des Preises willen, hofft umsonst. 8…
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THOW 292: No surrender
1 Aufgabe ist keine Option. 2 Berufen, durchzuhalten, gesandt, das Böse zu überwinden. 3 Auch wenn wir manchen Kampf nicht zu Lebzeiten gewinnen, wollen wir doch bis zum Ende standhaft bleiben. 4 Den guten Kampf kämpfen, den Lauf vollenden. 5 Und daran sollen sie uns erkennen, dass wir Glauben und Hoffnung nie aufgeben. 6 Ergeben einzig unserem Gott. 7 Kapitulation…
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THOW 290: Actio et reactio
1 Sie ringen und streiten, sie hadern und zweifeln. 2 Sie stellen in Frage, weil sie es selbst nicht erleben. 3 Darum hinterfragen sie deine Worte und dein Zeugnis, diskutieren mit dir, bis du es selbst tust. 4 Dabei verkennen sie, dass sie zwar „Herr, Herr“ sagen, aber nicht bereit sind, dich den Herrn sein zu lassen. 5 Was wir…
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THOW 281: Unbequem
1 Ich sehne mich nach eingetragenen Schuhen. 2 Doch das hast du mir nicht verheißen, Herr. 3 Das Leben der Nachfolge endet nicht auf einer Veranda im Schaukelstuhl. 4 Du hast uns ausgesandt, wie Schafe unter Wölfe. 5 Denn sie wollen die Nachricht nicht hören, weil sie ihren Ohren missfällt und ihren Herzen zuwider ist. 6 Und doch sendest du…
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THOW 261: Stimme der Versöhnung
1 Genug Stimmen, die es auch mal gesagt haben wollen. 2 Genug Worte, die man ja auch mal sagen muss. 3 Genug Meinung, die man ja wohl haben darf. 4 Verrührt zu einem Brei aus Geschrei in einer Welt im Zorn. 5 Wer wurde je durch einen Streit überzeugt? 6 Wer ließ sich je in einer Diskussion besiegen? 7 Wer…
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THOW 257: Freund und Feind
1 Du warst der Menschen Freund, sie machten dich zu ihrem Feind. 2 Wer kann in Frieden leben, wenn er dich verkündet? 3 Du bist der Stein, der verworfen wurde, doch zum Eckstein bist du dem Haus Gottes geworden. 4 Dein Wort ist scharf wie ein Schwert, sie ziehen dagegen die ihren. 5 Denn es offenbart dem Menschen die Buße.…
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THOW 252: Das Maß der Dinge
1 Kann der Mensch über sich hinaus? 2 Ist es nicht vermessen, vom Leben mehr zu fordern, als ihm zugeteilt? 3 Verliert er dabei nicht unweigerlich sein Gleichgewicht? 4 Gibt er hier mehr, wird es dort zu wenig sein – denn niemand kann zwei Herren dienen und wird beiden gerecht. 5 Trägt er schwerer, als er kann, wird die Kraft…



























